| Das Osterei ist heute zum wichtigsten Sinnbild unseres Osterfestes geworden und hat sich dabei immer mehr vom alten Hühnerei entfernt, es erscheint in den süssesten und kostbarsten Formen. Das Ei musste als Symbol des Lebens schon dem Naturmenschen als der Inbegriff der Fruchtbarkeit erscheinen, und so finden wir denn seine Verehrung häufig in den Frühlingsbräuchen. Indem man das Ei isst, leitet man seine Kraft ins sich selbst über, und die Eier die im Frühjahr beim Wiedererwachen alles Lebens gelegt werden, gelten als besonders wirksam. Der älteste Beleg für das Auftauchen des Eies in den Frühlingsfesten findet sich bei den Chinesen, die schon um 772 v.Chr. nach dem Bericht der Chroniken Eier bei dem sogenannten „kalten Fleisch-Fest“, dem „Tfing-ming“, verschenkten, einer Feier, die zu Anfangs April stattfand, wenn das Gras grün und die Luft klar ist. |